Streit zwischen Check24 und dem BVK

Seit einigen Jahren gibt es einen Rechtsstreit zwischen dem Vergleichsportal Check24 und der Versicherungsbranche. Versicherungen werfen dem Anbieter vor, dass er Verbraucher nicht darüber informiert, dass er quasi als Makler fungiert und somit auch von Provisionen profitiert. Im Jahr 2017 bekamt Check24 von einem Gericht die Auflage, seine Kunden vor dem Abschluss eines Vertrags über ihre Funktion genau aufzuklären. Einige Zeit darauf gab es die nächste Klage, weil das Urteil wohl nicht ausreichend umgesetzt wurde. Inzwischen wurde Check24 sogar schon zur Zahlung eines Bußgeldes verdonnert.

Der BVK will Verbraucher schützen

Dem BVK geht es ausschließlich um den Verbraucherschutz und wirft Check24 vor, seine Kunden zu täuschen, indem nicht explizit auf die Maklertätigkeit hingewiesen wird. So ist es auch offline, wo jeder Makler sich dem Kunden als Vermittler anbietet, so dass dieser auch genau weiß, dass der Makler an ihm mitverdient.

Mehr als 12.000 Versicherungsvertreter sind Mitglied im BVK, für sie stellt Check24 natürlich Konkurrenz dar. Nach Meinung des BVK erscheint Check24 als neutrales Vergleichsportal, so dass Verbraucher eigentlich getäuscht werden. Check24 sieht sich hingegen nicht im Unrecht und macht dem BVK im Gegenzug Vorwürfe. Der Organisation würde es nicht wirklich um den Verbraucherschutz gehen, sondern man würde vielmehr das Modell Vergleichsportal kritisieren.

Von Seiten des Vergleichsportals hört man jetzt aber auch den Vorwurf, dass sich auch nicht alle Mitglieder des BVK an ihre Informationspflicht halten würden. Mittlerweile wurden wohl auch schon einige Mitglieder von Check24 abgemahnt. Noch ist der Rechtsstreit nicht endgültig beigelegt, man darf abwarten, wie die letzte Entscheidung ausfällt.

Darauf sollten Verbraucher beim Online-Versicherungsvergleich achten

Heutzutage muss man sich nicht mehr unbedingt an einen Versicherungsvertreter wenden, wenn man eine Versicherung abschließen möchte. Mittlerweile ist dies problemlos und ohne großen Aufwand auch online möglich. Es gibt heutzutage einige bekannte Vergleichsseiten, auf denen man den perfekten Überblick über das aktuelle Angebot bekommt. Allerdings sollte man beim Vergleich ein paar wichtige Kriterien berücksichtigen, um später keine böse Überraschung zu erleben.

Es wird bei Verbrauchern immer populärer, Versicherungen direkt über das Internet abzuschließen. Hier sind sie unabhängig von irgendwelchen Öffnungszeiten und müssen keinen Beratungstermin mit einem Makler vereinbaren. Darüber hinaus sind die Angebote online nicht selten preisgünstiger, denn Vertriebskosten fallen ja weg.

Vergleichsseiten sind auf der Suche nach der passenden Versicherung die ideale Lösung, denn hier bekommt man den besten Überblick. Allerdings sollte man sich zunächst von der Seriosität des Anbieters überzeugen, indem man einen Blick auf das Impressum wirft. Normalerweise sollte hier als Berufsbezeichnung „Versicherungsmakler“ angeführt sein. Transparenz gegenüber Verbrauchern ist enorm wichtig, weshalb der Anbieter nicht verschweigen sollte, dass er als Vermittler fungiert und somit auch Geld daran verdient. Ein gutes Zeichen ist die Zusammenarbeit mit einer Reihe von verschiedenen Versicherungen und keine Beschränkung auf zwei oder drei Partner.

Ein seriöser Anbieter wird sich auch nicht auf den reinen Vergleich beschränken, sondern Besuchern auch Informationen zu den einzelnen Versicherungen zur Verfügung stellen. Ein Kundenservice in Form von Chat, Kontaktformular oder Telefon-Hotline sollte unbedingt zum Angebot gehören. Sehr positiv wirken auch Bewertungen von anderen Kunden, die ein seriöses Vergleichsportal gerne auf der Seite veröffentlichen wird. Hat man sich für ein Portal entschieden, muss man vor jedem Abschluss unbedingt die Bedingungen und Konditionen ganz sorgfältig studieren.